Nebenkosten


Betriebskostenspiegel 2014

Der Mieterbund hat den Betriebskostenspiegel für die Betriebskosten in 2014 veröffentlicht. Die durchschnittlichen Betriebskosten einschließlich Heizkosten liegen bei 2,17 Euro pro Monat und Quadratmeter. Die SWSG liegt mit ca. 2,60 Euro weit darüber.
http://www.mieterbund-bw.de/news-detailansicht/article/31569-neuer-betri...


Nebenkostenabrechnung 2013

Die SWSG hat angefangen die Nebenkostenabrechnungen für 2013 zu verschicken. Wir raten allen Mietern, diese Kostenabrechnung nicht einfach zu akzeptieren.
Wenn Sie den Verdacht haben, dass die Nebenkosten zu hoch sind, dann raten wir Ihnen Widerspruch einzulegen. Hier finden Sie einen Musterbrief dazu (pdf 10 KB)

Mieter haben das Recht innerhalb von 12 Monaten nach Erhalt der Betriebskostenabrechnung Widerspruch dagegen einzulegen und die Vorlage der Orginalrechnungen zu verlangen. D.h. dass auch viele Mieter noch für die Nebenkostenabrechnung 2012 Widerspruch einlegen können.
Die Mieterinitiative hat bei der Prüfung der Nebenkosten 2012 in vielen Fällen viel zu hohe Nebenkosten festgestellt und gegenüber der SWSG eine Korrektur und Rückzahlung durchgesetzt.
Relativ leicht können Sie überprüfen, ob ihre Müllgebühren korrekt abgerechnet sind. Dafür müssen Sie die schwarzen Mülltonnen zählen, die in ihrer Nebenkostenabrechnung für die Wirtschaftseinheit angeben sind und mit den Müllgebühren der Stadt multiplizieren. I.d.R. sind 1.100-Liter-Container aufgestellt.
Der Preis für diese Container wurde von der Stadt im Jahr 2013 auf 2.246,40 Euro gesenkt.- Das sind 100 Euro weniger als im Jahr zuvor.
Die Müllgebühren finden Sie hier

Die in der Nebenkostenabrechnung angegebenen Gesamtkosten müssen mit den Müllgebühren der Stadt Stuttgart übereinstimmen. Wenn Ihre Müllgebühren im Jahr 2013 gestiegen sind, ist das aufgrund der Senkung der Müllgebühren ein Hinweis für eine falsche Berechnung durch die SWSG.
Wenn ihre jährlichen Müllgebühren höher sind als 3,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, dann könnte es sein, dass die SWSG die Müllgebühren nicht korrekt abgerechnet hat oder zu viele Mülltonnen herumstehen, die zwar nicht voll werden, aber abgerechnet werden.
Im Wohngebiet Lauchhau setzt die SWSG seit 2008 "Dosiermittel für die Warmwasseraufbereitung" als Korrossionsschutz für marode Wasserleitungen ein. Allein in den Häusern Lauchhau 21 - 23 und Stifswaldstr. 1 wurden von 2008 bis 2012 dafür zu unrecht 46.262,06 Euro dieser Kosten an die Mieter berechnet. Diese Kosten wurden zu unrecht als Betriebskosten über die Heizkostenabrechnung (der Posten ist zu finden in den Techem- oder Minolabrechnungen) abgerechnet.

Vorsicht bei "pauschalen Betriebskosten" Die SWSG schreibt bei manchen Nebenkostenabrechnungen, dass "pauschale Betriebskosten" vereinbart wurden, obwohl dies im Mietvertrag nicht festgelegt wurde. Das hat zur Konsequenz, dass bei überhöhter Zahlung keine Rückzahlung des Guthabens erfolgt. Das muss nicht akzeptiert werden. Fordern Sie ihre Guthaben ein oder ziehen sie es selbst von der Mietzahlung ab, wenn Sie keine "pauschale Betriebskosten" vereinbart haben.
Die Heizkostenabrechnung ist von den pauschalen Betriebskosten ausgenommen. Hier erfolgte Rückzahlung- und Nachzahlung.

Vorsicht Altmieter. Wer vor 1987 bei der SWSG oder beim Liegenschaftsamt der Stadt Stuttgart einen Mietvertrag unterschrieben hat, muss keine Hauswartkosten bezahlen. Das steht auch schwarz auf weiss im Mieterecho Nr. 39 Jahrgang 2011. Altmieter mit Mietverträgen vom Liegenschaftsamt dürfen auch die Kosten für die Wartung von Warmwassergeräten nicht in Rechnung gestellt werden. Das wurde vom Liegenschaftsamt am 16.1.1984 festgelegt. Das Schreiben liegt den Mieterinitiativen vor.


Stromkunden betrogen.

Geld zurückfordern

Die Stromversorger kassieren auf die EEG-Umlage unberechtigt Mehrwertsteuer bei uns Stromkunden. Pro KWh sind das mehr als 1 Cent oder insgesamt über die letzten Jahre 4 Milliarden Euro. Niemand stoppt diese Abzocke. Kunden können aber rückwirkend für die letzten 3 Jahre die zu viel bezahlte MWST zurückfordern. Einen Musterbrief des Stuttgarter Wasserforums gibt es hier
http://www.100-strom.de/files/EEG_Umlage_Mwst.pdf
Mehr Infos zu der illegalen Abzocke findet man hier
http://www.100-strom.de/files/EEG_Umlage_zuviel_Info.pdf


Mieterinitiative Hallschlag
www.mieter-buergerinitiative-hallschlag.de
Achtung! (Flyer an alle Bewohner)

Falsche Berechnung der Betriebskosten durch die SWSG.

Keine Erhöhung der Betriebskostenpauschale ab Januar 2014!

Hallschlag, 16.12.2013
Liebe Nachbarn,
alle Mieter des Hauses Düsseldorfer Straße 39 sind sehr erschrocken über die Abrechnung der Betriebskosten für das Jahr 2012. Der Schock sitzt bei vielen Mietern tief. Der Schock ist aber unbegründet. Denn die Abrechnung ist falsch. Die SWSG hat sich verrechnet und uns Mietern Rechnungsposten aufgedrückt, die es gar nicht gibt. Die SWSG selbst hat die Fehler nicht entdeckt und auch nichts zur Aufklärung getan. Im Gegenteil hat sie die Umstände noch verschleiert. Und selbst, nachdem wir, die Mieterinitiative Hallschlag die SWSG darauf hingewiesen hatten, hat die SWSG nichts unternommen, um sich bei den Mietern zu entschuldigen und darüber zu informieren, dass die Mieter ihre Mietabschläge ab Januar nicht erhöhen müssen.

  1. Die Mieterinitiative Hallschlag hat die skandalösen Abrechnungsfehler der SWSG aufgedeckt!
  2. Die Mieterinitiative hat die Betriebskostenabrechnung zum Teil korrigiert und falsche Rechnungsposten rausgestrichen. Das wurde so auch von der SWSG akzeptiert.
  3. Die SWSG hat trotz mehrmaliger Aufforderung nicht alle Unterlagen offengelegt. Dieses Verhalten verstößt gegen geltende Gesetze. Warum legt die SWSG nicht alle Rechnungen auf den Tisch, obwohl wir Mieter ein Recht darauf haben? Wir können dieses Recht ja auch einklagen. Dieses Verhalten weckt zwangsläufig das Misstrauen der Mieterschaft. Die Frage, die sich nun stellt: was hat die SWSG noch zu verbergen?
  4. Grober Fehler Nummer 1: Auf der Heizkostenabrechnung steht der Posten „Umlageausfallwagnis“ in Höhe von ca. 4000,00 Euro (für ca. 64 Wohnungen je ca. 64,00 Euro). Dieser Posten hat nichts mit unseren Wohnungen zu tun. Der wurde aus Versehen von der SWSG der Mieterschaft angelastet.
  5. Grober Fehler Nummer 2: Die Müllgebühren wurden um das Vierfache zu hoch den Mietern in Rechnung gestellt. Statt 17.751,64 Euro müssen wir Mieter nur ca. 2.200,00 Euro (grobe Schätzung der SWSG) pro Halbjahr Müllgebühr zahlen. Da hat sich die SWSG um mehr als 15.000,00 Euro verrechnet.
  6. Grober Fehler Nummer 3: der Abschlag für die Betriebskosten für das Jahr 2014 wurde von der SWSG um 50 % erhöht. Diese Erhöhung hat ihre Ursache in der fehlerhaften Abrechnung und ist unbegründet und muss von den Mietern nicht bezahlt werden. D.h. die Mieter müssen ab Januar keine höhere Miete zahlen. Die Mieter zahlen nur den Betrag des Jahres 2013.
  7. Trotz mehrmaliger Aufforderung hat die SWSG ihre fehlerhafte Abrechnung bisher noch nicht korrigiert. Wir als Mieterschaft sollten zusammen mit der Mieterinitiative Hallschlag dafür kämpfen, dass wir unser Recht bekommen. Machen Sie mit in der Mieterinitiative!

Ein Musterbrief kann hier heruntergeladen werden (doc, 19 KB)


Nebenkosten steuerlich geltend machen

Die Personalkosten der Nebenkosten (Hausmeister, Reinigungskräfte, Gärtner) können zu 20% von der Steuer abgesetzt werden. D.h. wenn man für Reinigungskräfte 400 Euro im Jahr bezahlt, bekommt man 80 Euro vom Finanzamt. Der Vermieter muss dem Mieter dafür eine Nebenkostenabrechnung zustellen, in der die Personalkosten extra aufgeführt sind. Darauf hat der Mieter Anspruch.
Der Mieter kann die Kosten für das Jahr geltend machen, in dem er die Nebenkostenabrechnung erhält. D.h. der Personalkostenanteil an den Nebenkosten im Jahr 2011 kann in der Steuererklärung für 2012 geltend gemacht werden, die bis zum 31.5.2013 abgegeben werden muss.
Nähere Infos dazu gibt es hier



Nebenkostenabrechnungen überprüfen

Laut Mieterbund ist jede zweite Abrechnung der Betriebskosten falsch.

Die Abrechnung zu überprüfen ist sehr aufwendig. Der Mieter hat das Recht die Belege für die in Rechnung gestellten Beträge einzusehen. Er muss dafür aber in die Geschäftsräume des Vermieters und hat kein Recht, dass ihm die Belege zugeschickt werden. Im Falle der SWSG müssen die Mieter dafür in die Zentrale nach Untertürkheim.

Einfach zu überprüfen sind die Müllgebühren, weil die Stadt die Gebühren veröffentlicht.
Nur die schwarze Tonne und der Biomüll kostet Gebühren. Die Zahl der schwarzen Mülltonnen bzw. –Container in einer Abrechnungseinheit multipliziert mit der Müllgebühr (siehe Tabelle) ergibt die Gesamtmüllgebühren für eine Abrechnungseinheit.

Müllgebühren AWS

für schwarze Container (1.100 Liter) und wöchentlicher Leerung:

2007: 2.865,--

2008: 2.749,80

2009: 2.610,60

2010: 2.610,60

2011: 2.415,--

2012: 2340,--

2013: 2.246,40

Alle weiteren Müllgebühren sind zu finden unter

http://www.stuttgart.de/item/show/17183/1

Wenn Sie den Eindruck haben, Ihre Nebenkostenabrechnung stimmt nicht, wenden Sie sich an uns, an den Mieterverein oder einen Rechtsanwalt.